11 Sätze, die ich vor dieser Reise niemals gesagt hätte

11 Sätze, die ich vor dieser Reise niemals gesagt hätte

Die Dinge ändern sich offensichtlich auf Reisen. Dabei gibt es Momente, in denen ich schon selbst darüber schmunzeln muss, was ich da gerade von mir gebe. Ich sage Sätze, die bis zum Jahr 2016 nie oder nur ganz selten über meine Lippen gekommen wären. Hier meine Top 11 der lustigsten, erkenntnisreichsten und schrägsten Aussagen.

1. „Juhuuu, in unserem Zimmer ist ein Gecko!“

Gehasst habe ich diese bräunlichen oder grünlichen kleinen Reptilien eigentlich nie. Wenn ich heute allerdings das vertraute Piepsen eines Geckos in der neuen Unterkunft höre, freue ich mich irrsinnig. Wieso? Weil sich Geckos überwiegend von Insekten, also auch Moskitos ernähren. In diesem Sinne beschützen sie mich also vor nächtlichen Blutsaugern. Ich habe übrigens schon von Reisenden gehört, die extra einen Gecko einfangen und in ihrem Zimmer „aussetzen“. Nun gut, so weit ist es noch nicht bei uns …

2. „Die letzte Unterhose!“

Ich müsste nachzählen, um euch die exakte Stückzahl meiner Unterhosen im Backpack nennen zu können. Eines aber ist klar: Sie sind enden wollend. Und irgendwie merke ich dann erst bei Nr. 8, dass wir morgen vermutlich Wäsche waschen sollten. Daheim ist mein Unterhosen-Vorrat logischerweise größer.

3. „Wie kann man das bloß essen? Das besteht ja nur aus Zucker!“

Wenn sich die Esskultur in jedem Land ändert, es in allen Supermärkten eine wechselnde Auswahl an gesunden und ungesunden Produkten gibt und wir selbst uns liebend gerne mit Ernährung beschäftigen, passiert vor allem eines: Wir beginnen unsere eigene Ernährungsweise zu hinterfragen. Spätestens seit den USA nehmen wir die Inhaltsstoffe eines Produkts viel genauer unter die Lupe. Wir haben erkannt, dass Weißmehl zu Heißhungerattacken führt und zu viel zuckerreiches Obst auch nicht gut für uns ist. Wir achten mehr auf die Qualität der Lebensmittel und versuchen, auf unseren Körper zu hören.

4. „Können wir noch Rosinenbrot kaufen?“

Diese Aussage widerspricht sich nun VOLLKOMMEN mit der vorherigen und wird von Flo auch nur zaghaft mit „Ja“ beantwortet. Bis vor einigen Monaten habe ich Rosinen gehasst! Ich hab sie aus jedem Kuchen und aus Mamas Kaiserschmarrn herausgepickt. Was ist da bloß in Australien passiert? An jenem Tag, an dem es im AirBnB nur getoastetes Rosinen-Zimt-Brot mit Butter gab…? Irgendwie hat mich die Kombination aus Zimt und Rosinen überzeugt. Wenn mich dann mal wieder der Heißhunger erwischt hat, gab es in den USA und in Kanada also Rosinenbrot. Ups – #shameonme

5. „Wow, so viele O.B.s!“

Mädels, ich sag es euch: In Südostasien ist es gar nicht so einfach, an halbwegs anständige Frauen-Hygieneprodukte zu kommen. Wenn es dann doch mal welche gab, hat das zu Hamster-Käufen geführt und die erstandenen Packungen wurden im Backpack gehortet. Nur so am Rande: Eine Alternative auf Reisen bieten auch Menstruationstassen. Umständlich (für mich persönlich), aber auf alle Fälle nützlich, günstiger, gesünder und wesentlich umweltschonender.

6. „Sieh dir bitte diese Raupe/diesen Vogel/diesen Käfer an!“

Ok, ich war immer schon sehr leicht zu begeistern – vor allem wenn es um Tiere geht. Auf Reisen nehme ich Kleinigkeiten allerdings noch um einiges intensiver wahr. Schon mal eine richtig fette, pelzige, schwarze Raupe dabei beobachtet, wie sie sich auf ihren Weg von der Terrasse ins Gras macht? Das kann Stunden dauern – vor allem wenn große Steine oder unüberwindbare Hindernisse im Weg liegen! Zum professionellen Birdwatching fehlt mir aber noch die Geduld. Meine Vorstellung: Ich setze mich um 6 Uhr morgens mit einer Banane bewaffnet auf die Terrasse und die Vögel kommen in Scharen … Dem ist (leider) nicht so. Da bleibt als Alternative nur noch, dem armen Käfer, der im Bad des Campingplatzes auf dem Rücken liegt, wieder auf die Beine zu helfen.

7. „Lass uns ein Fahrrad mieten!“

Radfahren? Ich? Bis vor kurzem eher unrealistisch. Dass es sehr entschleunigend ist, mit dem Drahtesel die Welt zu erkunden, habe ich in Hoi An (Vietnam) gelernt. Das tolle bisher: Es gibt nicht so viele Steigungen wie daheim in Kärnten :-) So haben wir uns nicht nur in Vietnam, sondern auch in Malaysia, Thailand und Australien gerne mit dem Fahrrad fortbewegt. Vielleicht sollte ich dem Ganzen auch in Salzburg wieder eine Chance geben.

8. „Es ist 19.00 Uhr – Zeit zum Schlafen …“

Wer bei einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 Prozent im Schnitt 12 Kilometer pro Tag geht (Flo und seine Zahlen … ;-)) darf auch mal müde sein, oder? Dass da nicht mehr an Fortgehen zu denken ist, muss ich wohl nicht erwähnen. Dass ich allerdings schon abends um 7 so streichfähig bin, dass ich nicht mal mehr „Touch“ auf Netflix anschauen will, ist aber schon eine Leistung. Naja, ich brauche halt ausgesprochen viel Schlaf.

9. „Kannst du das mal schnell zu den Hühnern/Würmern/wilden Tieren bringen?“

Unser Running-Gag wenn es um Biomüll geht. Was daheim in Kärnten früher der „Focknkübel“ war (sprich jener Eimer mit Essensresten, die für Nachbars Schweine gedacht waren), wird weltweit für alle mögliche Tiere auf die Seite gelegt. In einer Unterkunft in Australien gab es eine Wurmfarm, für die wir den Biomüll extra klein schneiden mussten. Auf Hawaii waren die hauseigenen Hühner die Allesfresser. Und nun in Panama meinte unser Gastgeber nach unserer Ankunft zu uns: „Den Biomüll könnt ihr einfach hinters Haus in den Garten schmeißen, den fressen in der Nacht eh die wilden Tiere!“ Wie praktisch!

10. „Wir werden die große Tupper-Dose brauchen. Die Spinne passt da nicht rein“

Spinnen im Zimmer fangen wir traditionsgemäß mit irgendwelchen durchsichtigen Behältnissen. Je größer die Spinne, desto größer das Behältnis. Logisch, oder? Mit der Zeit ist Flo schon zu einem echten Profi geworden. Spinne gesichtet, Dose darüber gestülpt, Deckel oder ein fester Karton darunter geschoben und schwupsdiwups: Schon ist die Spinne wieder draußen in der Natur. Naja, einmal ist sie danach leider dem Huhn zum Opfer gefallen.

11. „Yes, ein KFC/Starbucks/McDonalds!“

Keine Sorge, wir sind jetzt keine Fastfood-Ketten-Fans. Starbucks und McDonalds haben mir und meiner Blase aber schon einige Male das Leben gerettet. Tja, und der KFC war bei leichtem Reisedurchfall in Chiang Mai unsere einzige Option, an eine Portion Reis – und nur Reis – zu kommen, ohne gleich ein ganzes Gericht bestellen zu müssen. Alle anderen Garküchen und Essensstände, haben unsere Bitte nicht so ganz verstanden. Ebenso schwierig war es übrigens, in unserem Viertel mal schnell Bananen zu kaufen. Denn Bananen gab es prinzipiell nur als Smoothies 😉

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2 Comments

  1. Candy

    26. September 2016 at 12:59

    Ich hätte noch: „Oh geil, Käse!!!!!!!“ Im Angebot 😉

    Reply

    • Michaela

      Michaela

      28. September 2016 at 15:46

      Oh, ja, das stimmt! Käse ist ab und zu Mangelware :)

      Reply

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