Backen, Brot und Bloggen: ein Interview mit dem Backfreak

Backen, Brot und Bloggen: ein Interview mit dem Backfreak

Wer Jürgen Messners Back-Blog liest, spürt vor allem eines: die Leidenschaft, die der Bäcker und Blogger dabei an den Tag legt. Eine Leidenschaft für sein Handwerk, für qualitativ hochwertige Backwaren ohne Zusatzstoffe, kreative Rezepte und für das Backen an sich. Auf www.backfreak.at gibt er sein Wissen weiter und zeigt, wie jeder zuhause selbst gutes Brot, Gebäck und Brioche backen kann. Der Schlüssel dabei sei vor allem eines: Zeit. In einem Interview haben wir Jürgen unter anderem gefragt, was ein richtig gutes Brot auszeichnet.

Wer steckt eigentlich hinter dem Backfreak?

Ich bin Jürgen, noch nicht ganz 35 Jahre alt und gebürtiger Salzburger. Verheiratet bin ich mit meiner zauberhaften Frau, gemeinsam haben wir eine dreijährige Tochter. Seit zwanzig Jahren bin ich in der Bäckerei tätig und habe meinen Meister in der einjährigen Meisterschule für Bäcker in Wels abgelegt. Von der Großbäckerei bis zum Biobäcker war alles dabei. Im Moment arbeite ich in einem kleinen Familienbetrieb in Salzburg Stadt.

Wie bist Du zum Bloggen gekommen? Was ist für dich das spannende daran?

Freunde und Kollegen fragten mich ständig nach Rezepten, Tipps und Tricks rund ums Brotbacken. Da habe ich überlegt, wie sie denn alle auf meine Rezepte zugreifen könnten. Zuerst war es eine einfache Seite auf Facebook, die einfach immer weiter wuchs. Somit kam ich auf die Idee, einen Blog zu starten, wodurch sich meine Möglichkeiten um einiges erhöhten. Mein erster Blogbeitrag war komischerweise kein Brot wie man es vermuten würde, neee es war ein leckerer Apfelkuchen (am 13.11.2014). Für mich ist Bloggen eine spannende Möglichkeit, mein Wissen und meine Rezepte mit anderen zu teilen.

Es macht mir Spaß, meinen Beruf mit meinem Blog zu verbinden.

Ich werde dadurch kreativer und lerne eine Menge dazu. Wer weiß wo die Reise hingeht!? 😉

Du schreibst, du bäckst bis der Arzt kommt. Ist das wörtlich zu nehmen?

Obwohl ich die ganze Nacht, 6 Tage die Woche in der Backstube stehe, bleibt auch unser Haushaltsofen nicht verschont. Es wird mir einfach nie langweilig zu backen. Es ist herrlich von Leuten zu hören, die meine Rezepte erfolgreich nachbacken. Das motiviert natürlich sehr. Und so „wird gebacken bis der Arzt kommt“. 😉

Was verstehst du eigentlich unter einem richtig guten Brot?

Bei einem richtigen Bäckerbrot wird über ca. 24h ein Sauerteig geführt, dann folgt erst die eigentliche Teigbereitung. Beim Discounterbrot wird Zeit, die der Teig braucht um sich zu entwickeln durch Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker und Trockensauer ersetzt. Er bekommt einfach keine Zeit, dafür jede Menge Zusatzstoffe. Es soll natürlich jeder selbst entscheiden, wo er sein Brot kauft.
Brot ist dann gut, wenn man es nach 3 bis 4 Tagen noch essen kann. Ansonsten braucht es für gutes Brot nicht viel, nur Mehl, Wasser, Salz, etwas Hefe und viel Zeit.

Hast du vielleicht noch einen Geheimtipp für Menschen, die gern selbst Brot backen?

In jedes gute Brot gehört ein Sauerteig. Brot muss immer gut durchgebacken sein, also eher dunkel. Gebäck sollte mit Weizensauer oder einem Vorteig gebacken werden. Da sieht man, schon dass in allen Punkten Zeit die größte Rolle spielt.

Wenn du Brot backen möchtest und dem Teig nicht die nötige Zeit gibst, ist es Zeitverschwendung.

Fazit: Der Schlüssel für gutes Brot ist Zeit.

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