Barbara und das echte Rom: So schmeckt Trastevere!

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Barbara hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Seit etwa einem halben Jahr lädt sie Reisende zu sich nach Hause ein. Hier kocht, isst und feiert sie mit ihnen. „I think it’s the most wonderful job, you can have“, strahlt sie uns an. Ihr Lächeln ist ansteckend, ebenso ihre Gastfreundschaft und ihre Liebe für gutes Essen. Nach einem unvergesslichen Wein-Abend bei ihr daheim in Trastevere haben wir sie nochmals zu einem Interview getroffen.

Willkommen in Trastevere!

Wenn man Barbaras Wohnung in Rom betritt, ist man sofort in den Bann gezogen: Von der stilvollen Einrichtung im Vintage-Stil, vom gedämpften Licht bei Kerzenschein und Lichterketten, von den schmackhaften Bruschetta, Crostini, Oliven und Käsesorten, von der stimmungsvollen Jazzmusik im Hintergrund und natürlich von der Gastgeberin, die einen herzlich willkommen heißt. „Welcome to Rome, welcome to Trastevere!“, das geht mir spontan durch den Kopf und ich weiß schon jetzt, dass das ein ganz besonderer Abend wird.

Neben einem weiteren Gast aus Norwegen hat Barbara auch noch drei Freunde aus Rom eingeladen. Später stoßen noch ein paar weitere Freunde von ihr dazu. Wir unterhalten uns auf Englisch, Italienisch und mit Händen und Füßen – über’s Essen, unsere Herkunft, über persönliche Geschichten und sogar über unser Horoskop. Ein Freund von Barbara ist nämlich sowas wie Hobby-Astrologe. Auch wenn wir ja nicht wirklich daran glauben, macht es unglaublich viel Spaß, sich auf Italienisch über unsere persönlichen Eigenschaften, Ticks und Zukunftsaussichten zu unterhalten. Wie gut, dass die Krebse nun wieder einen Aufschwung erleben 😉

Nebenbei fließt leckerster Wein. Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht mehr, welcher. Schande über mich! Die Weindegustation ist irgendwie in den Hintergrund gerückt. Aus dem Abend ist eine Party der besonderen Art geworden. Der Wein ist aber auf alle Fälle aus der Region und offensichtlich schmeckt er mir. Köstlich finde ich außerdem die vielen „kleinen“ Snacks, die uns Barbara zum Aperitivo reicht. Von leckerem Saltimbocca alla Barbara – mit Speck und Pflaume – bis hin zu Bruschetta mit frischem Gemüse vom Campo dei Fiori. Snacks kann man das Ganze allerdings nicht mehr nennen. Denn die Vielfalt an Gerichten ist wirklich reichlich.

Ein Spaziergang mit Geschichten

Nachdem es schon bereits 22 Uhr ist, brechen wir alle noch zu einem Spaziergang durch Trastevere auf. Unsere neuen römischen Freunde zeigen uns ihr Viertel und ein Freund von Barbara erzählt uns Geschichten über die eine oder andere Bar und über seine Jugend in Trastevere. Das, genau das liebe ich am Reisen! Zu sehen und zu verstehen, wie Menschen wirklich leben, ihren Geschichten zu lauschen und selbst welche zu erzählen.

Barbara und Florian im Gespräch über ihren Beruf und ihre Leidenschaft

Barbara und Florian im Gespräch über ihren Beruf und ihre Leidenschaft

Gott, bitte hilf mir, dass ich Menschen in meinem Haus willkommen heißen kann …

Eines ist für uns am Tag darauf klar: Über Barbara und ihre Geschichte möchten wir schreiben. An unserem letzten Tag in Rom treffen wir uns zum Frühstück, wo sie ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert. Als sie ihren Job in der Eventorganisation verloren hatte, wünschte sie sich nichts sehnlichster, als hauptberuflich zu kochen. Jeden Morgen habe sie dafür gebetet, dass dieser Traum in Erfüllung gehe. Sie wollte Partys organisieren, kochen und ganz viele Menschen zu sich nach Hause einladen. „Doch wie sollte man das bewerkstelligen, wenn man kein Geld von einem anderen Job hat?“

Vom Übergangsjob zu EatWith.com

Vorübergehend hatte Barbara in einem Modegeschäft gearbeitet. Eine Kundin hat sie schließlich auf die Idee mit eatwith.com gebracht. EatWith ist eine Plattform, die es talentierten Köchen möglich macht, Reisende zu sich nach Hause einzuladen. „So ist mein Traum irgendwann wahr geworden“, erzählt Barbara voller Begeisterung. Mittlerweile durfte Barbara bereits 1000 Gäste bei sich zu Hause willkommen heißen.

Auf unsere Frage, wo denn eventuelle Herausforderungen zu bewältigen sind, antwortet Barbara schlichtweg: „It’s not difficult!“. Erfahrungen aus dem Eventbereich brachte Barbara bereits mit. Ihre Helferinnen und Helfer, die sie bei Kochkursen und Veranstaltungen unterstützen, sind ein eingespieltes Team, die genau wissen, was sie tun müssen. Und Barbara weiß, worauf es ankommt: „Everything must be excellent. I’m very precise.“ Ihre MitarbeiterInnen sind nicht nur verlässlich und genau. Auch sie strahlen dieselbe Herzlichkeit und Freude aus, wie die Gastgeberin selbst: „You have to work with a smile onyour face!“, erklärt uns Barbara.

Kleine Pannen, die ein Event erst unvergesslich machen

Natürlich gibt es auch Abende, an denen nicht immer alles perfekt abläuft und es auch kleine Pannen gibt. Zum Beispiel bei jenem Kochkurs, bei dem Barbara vergessen hatte, die gefüllten Tomaten auch wirklich zu füllen. Oder aber der Abend, an dem sie extra für ein Geburtstagskind ein Geschenk besorgt hatte. Als dieser dann seine Überraschung freudig auspackte und eine hübsche Halskette herauskam, war Barbara klar, dass sie sich wohl irgendwie im Geschlecht ihres Gastes geirrt hatte. Das Geburtstagskind freute sich aber trotzdem und hat die Halskette gleich Probe getragen. Sehr zur Verwunderung der anderen Gäste, die später eingetroffen sind.

Aber sind es nicht solche kleinen Missverständnisse, aufgrund denen wir ein Erlebnis auf Reisen nie mehr vergessen? Ich finde schon!

Käse und Oliven

Barbaras Antwort auf unsere Frage, was man denn in Rom unbedingt probieren muss: „Käse, definitiv Käse: Ricotta, Stracchino, Gorgonzola, Provola affumicata, Pecorino und Parmigiano. Für viele meiner amerikanischen Gäste sind diese Käsesorten neu. Die sind
verrückt nach Käse und ich bin es auch. ;-)

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