Behind the scenes: Ein Kochbuch, zwei Frauen und ich

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Zucker, Butter und zwei Frauen mit einem Ziel: 46 Rezepte nachkochen und fotografieren. So lassen sich die vergangenen Wochen bei uns grob beschreiben. Wie es mir beim Vorkosten, Restlessen und Assistieren gegangen ist und wie man überhaupt auf so eine verrückte Idee kommt, erzähle ich euch heute.

Ein Kochbuch von Jung und Alt

Ganz schön stressig und kalorienreich, aber auch wirklich amüsant und lehrreich waren die letzten Wochen in der Küche unserer Zweizimmer-Wohnung. An fast jedem Tag kochten Michi und Sarah bis zu drei Gerichte für das Kochbuch „Jung & Alt in Mattsee – Rezepte von früher“ nach. Die Idee für das Kochbuch ist im Rahmen des Gemeindeentwicklungs-Projekts  „Altern in guter Gesellschaft“ entstanden. Genauer gesagt ist das Kochbuch ein Gemeinschaftsprojekt von Seniorinnen und Senioren sowie von Schülerinnen und Schülern vom Polytechnikum der Gemeinde Mattsee. Dabei haben Jung und Alt nicht nur mehr übers Kochen, sondern auch über die Lebenswelt(en) der anderen Generation erfahren. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf Rezepte von früher gerichtet, bzw. auf Rezepte, die fast schon in Vergessenheit geraten sind.

Koch- und Fotostudio Hallwang

Die Rezept-Texte waren also bereits fertig – „nur“ passende Fotos haben noch gefehlt…  Eine echte Challenge, der sich Michi und Sarah da gestellt haben. Groß ist unsere Wohnung nicht wirklich und von Foodfotografie hatten die beiden – bis dato – auch noch nicht sehr viel Ahnung. Zu Beginn musste nicht nur Tageslichtlampen her, sondern auch zahlreiche „Props“ – wie die Foodblogger zu den Foto-Accessoires zu sagen pflegen. Von historischen Gerätschaften, mit denen man Strauben ins Fett gießt, bis zum alten Nudelwalker, den nostalgisch-kitschigen Kaffeelöfferl und den 40 Jahre alten Häferl: Hauptsache alt, hieß die Devise. Schon bald glich unsere ganze (!) Wohnung einer Küche wie zu Omas Zeiten und bis auf kiloweise Butter und bunten Tischtüchern konnte ich kaum noch etwas finden ;-). Auch der Balkon wurde zum Fotografieschauplatz umfunktioniert. Und selbst wenn es regnete, fanden die zwei pfiffige Lösungen, wie’s mit dem Fotografieren weitergehen kann.

Die Geschmäcker sind verschieden …

Meine Rolle als „Vorkoster“, „Restl-Esser“ sowie „Lampenassistent“ nahm ich aber natürlich sehr ernst :-)! Einige Gerichte trafen dann aber auch wirklich nur meinen Geschmack. So konnte sich Michi zum Beispiel so ganz und gar nicht mit der Rahmsuppe anfreunden. Bei mir jedoch weckte das Süppchen Kindheitserinnerungen pur. Genauso hat es früher bei Oma geschmeckt! Ein absolutes Highlight für uns alle war der Weinschlögel. Dabei handelt es sich um eine gefühlte Rehkeule mit einer ausgezeichneten Farce aus grünem Speck, Rehfleisch und Frühlingszwiebeln. Mein Tipp: unbedingt nachkochen!!

Endlich geschafft!

Seit Kurzem ist nun hier im beschaulichen Hallwang wieder der Alltag eingekehrt. Küche und Wohnzimmer sehen nicht mehr nach Küchenschlacht aus und den Balkon kann man auch wieder betreten. Das Endprodukt ist aber wirklich toll geworden und sowohl Fotos als auch das Kochbuchdesign regen zum Nachkochen an. Dies war auch die Intention von Christine Mörth, Sozialbeauftragte der Gemeinde Mattsee, die es im Vorwort treffend zum Ausdruck bringt: „Dieses Kochbuch ist aber nicht nur für Menschen, die ratlos vor ihrem Einkauf stehen und nicht wissen, was sie mit dem Inhalt anfangen sollen. Es soll auch für jene sein, die aufgrund ihrer derzeitigen Lebenssituation nicht mehr die Motivation finden, für die Familie oder für sich selbst zu kochen. Dieses Kochbuch dient dazu, diese Personen wieder zum selber Kochen zu ermutigen, denn frisch Gekochtes braucht nicht viel mehr Zeit als ein Fertiggericht. Kochen soll wieder Spaß machen! Mit regionalen Produkten wird außerdem nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch die Geldtasche.“ Viele der Gerichte im Kochbuch werden demnach auch auf unserem Speiseplan öfter Platz finden.

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