Kreative Früchtchen und ein blutiger Finger: Gemüse-Schnitzen in Chiang Mai

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„Make it beautiful!“, fügt „Chef Nanna“ noch hinzu, bevor sie uns mit unseren Karotten alleine werkeln lässt. Aber so ganz einfach ist es dann doch nicht, aus Obst und Gemüse kleine Kunstwerke zu schnitzen. Wer einen Einblick in die Basics des Obst- und Gemüse-Schnitzens bekommen möchte, ist im Chang Restaurant in Chang Mai bestens aufgehoben. Aber Vorsicht: die kleinen Messer sind ganz schön scharf! 😉

Lernen vom Profi: Erfahrung, Routine und Kreativität

Unsere Lehrerin für die nächsten Stunden heißt Khun Nannapat Pongphichetcha oder kurz „Chef Nanna“. Sie bringt nicht nur über 20 Jahre Erfahrung in der Restaurant-Szene mit, sondern weiß auch, wie man Wissen weitergibt. Parallel zu unserem Schnitzkurs leitet sie auch noch einen Kochkurs, in dem sie einer Gruppe aus Taiwan die Basics der thailändischen Küche näherbringt. Ebenso wie das Kochen hat sie auch das Schnitzen in Bangkok erlernt und ihre Fähigkeiten stetig verbessert. „Of course you can do it!“, sagt Chef Nanna gleich im zweiten Satz zu uns. Denn einen winzigen Zahnstocher in der Mitte zu spalten scheint uns bereits unmöglich. Klar, hat es funktioniert. Das Unglück passierte dann erst eine Stunde später …

Obst, Messer und ich werden keine Freunde

Und zwar dann, als unsere Lehrerin kurz den Raum verließ, um uns alleine mit Messer und Karotten herumfuchteln zu lassen. Schwups, schon habe ich mir auch in den Zeigefinger geschnitten. Keine Sorge, der Finger ist noch dran und unsere Karotten-Blätter, Schwäne, Blumen und Schmetterlinge sah im Endeffekt dann auch wirklich gut aus. Auch wenn Nanna ab und zu ein kurzes „Oh, you failed!“ loswerden musste und Flos Ungeduld mit dem Gemüse ganz offensichtlich erkennbar war.

Dass ich das mit dem Obstschneiden aber nicht ganz so drauf habe, wurde mir letzte Woche in Hanoi klar. Beim Versuch einen vietnamesischen Apfel zu schneiden, schnitt ich mir doch glatt in den Daumen. Die Moral von der Geschicht‘: Vietnamesische Äpfel haben einen Kern! 😉

DIY-Chilies für Dummies

Besonders einfach und originell sind übrigens geschnitzte Chilis, die sich als Deko für Currys oder andere scharfe Gerichte eignen. Diese könnt ihr ganz einfach selbst nachmachen! Dazu benötigt ihr eine große Chilischote. Mit einem kleinen Schnitz-Messer schneidet ihr die obere Hautschicht blätterartig ein. Dabei geht ihr Reihe für Reihe vor. In der unteren Reihe müssen die Blätter immer versetzt sein – das heißt, das Blatt muss zwischen den beiden oberen Blättern liegen. Das macht ihr so lange, bis ca. 4 cm über der Spitze. Das Resultat sieht vorerst recht unspektakulär aus – wie Holzschindeln auf einem Dach. Wenn ihr die Chilis danach etwa eine halbe Stunde in kaltes Wasser einlegt, biegen sich die Blätter auf. Es entsteht eine kreative, schuppige Struktur und man erkennt die Chilischote kaum wieder. Wer diese Anleitung jetzt nicht ganz verstanden hat: Ich zeige es euch gerne mal 😉

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