The challenge: 12 Gerichte in Hongkong

  • The challenge: 12 Gerichte in Hongkong
  • The challenge: 12 Gerichte in Hongkong
  • The challenge: 12 Gerichte in Hongkong
  • The challenge: 12 Gerichte in Hongkong

Eine Liste samt chinesischen Bezeichnungen, 12 Köstlichkeiten und ein Haufen persönlicher Tipps: „The Mahjong Hostel“ in Kowloon hat uns die Küche Hongkong auf einem Silbertablett serviert. Klar, dass wir uns konsequent durch all ihre Essens-Tipps in der Umgebung durchgearbeitet haben. Unsere Erkenntnisse: Die kantonesische Küche ist anders, als wir sie uns vorgestellt haben.

„You are quite aggressive“, entgegnet uns die freundliche Mitarbeiterin des Mahjong Hostels auf unsere Feststellung, dass wir heute noch „dan au chi“ und „cheong fun“ probieren MÜSSEN. Klar, schließlich haben wir nur noch zwei Tage in Hongkong und die Liste ist lang. Hie und da wird sie auch noch ergänzt durch weitere Insider-Tipps wie „Hongkong Milk Tea“ (der übrigens erstaunlich intensiv und lecker ist!). Ohne die chinesischen Ergänzungen des Hostels wären wir ohnehin nicht so „erfolgreich“. Denn nur in wenigen Lokalen spricht jemand Englisch oder kann gar unser Schrift entziffern. Bevor wir also losziehen, lassen wir uns noch auf chinesisch aufschreiben, was wir essen müssen, ähhhm wollen 😉 und dann geht die Suche nach dem richtigen Lokal auch schon los.

Was isst man eigentlich in Hongkong?

Hongkong ist nicht gleich China. Chinesisch ist nicht gleich chinesisch. Und überhaupt: die Küche in China ist äußerst vielfältig und auf dem ersten Blick unüberschaubar. Hongkong ist nicht nur der Ort mit der angeblich größten Restaurantdichte der Welt, sondern auch das kulinarische Zentrum der kantonesischen Küche und der Teehauskultur. Zudem hat man es als Vegetarier ganz schön schwer in Hongkong. „Are you vegetarians? I hope not“, sagt unsere Gastgeberin am ersten Tag und spielt damit auf die fleischreiche Kost in ihrer Stadt an. Charakteristisch für Hongkong sind außerdem die vielen Dimsum-Restaurants. Ob gedämpfte Teigtaschen, Fishballs, Frühlingsrollen oder Germteig-Dumplings: die Vielfalt an unterschiedlichen Formen und Füllungen ist groß und deren Verkostung schon ein Erlebnis an sich.

„Entschuldigung, wo ist das Wiener Schnitzel?“

Unsere Liste jener Speisen, die wir in Hongkong probieren müssen, ist vielfältig, süß und fleischreich. Sie beginnt mit „bor lo bao“ – einem typischen Süßgebäck aus Hongkong und endet mit „tofu fa“ – einer Art Sojapudding. Dazwischen gibt’s jede Menge Streetfood-Snacks wie „Curry Fishballs“ oder frittierte Auberginen. Wann immer wir uns mit der Liste durch die Nachbarschaft fragen, führt dies zu grinsenden Gesichtern unter den Einheimischen. Wenn auf Platz 10 beispielsweise „gai daan zai“ und darunter irgendetwas auf chinesisch steht, war es für uns eine Zeit lang nicht klar, dass mit dieser Bezeichnung nicht die eigentliche Lokalität, sondern das Gericht gemeint ist. So führte das zu Fragen, die bei uns in Österreich vergleichsweise wohl ungefähr so lauten würde: „Entschuldigung, wo ist das Wiener Schnitzel?“. Kein Wunder, dass das Gelächter das Apothekers auf unserer Seite war und er uns höchstpersönlich zum Essensstand mit besagtem Gericht gebracht hat. Tja, so viel zu den Sprachbarrieren … :-)

Unsere Lieblingsgerichte in Hongkong

Nach zwölf (+ einigen zusätzlichen) Gerichten haben wir schließlich unsere Favourites gefunden. „bor lo bao“ – „a Hongkong style pineapple bun“ steht auf Platz eins unserer Liste und belegt auch Platz Nummer 1 in unserer Bewertungs-Skala! Entgegen unseren Erwartungen ist in diesem Germteig-Gebäck nichts mit Ananas drinnen. Allerdings sollte seine Oberfläche an eine Ananas erinnern. Naja, so ganz können wir die Ähnlichkeit nicht bestätigen, schmecken tut es aber sensationell und am allerbesten ist das „bor lo bao“ ofenfrisch, warm und mit ein wenig Butter. Klingt so gar nicht chinesisch, oder? 😉
Einzigartig und irgendwie fast westlich fanden wir auch „dan au chi“ – „corned beef and egg sandwich“. Zwei Toastscheiben gefüllt mit Rührei und g’schmackigem Rindfleisch und das Frühstück ist perfekt. Am besten ihr kombiniert das Gericht mit einem für Hongkong typischen Milchtee mit etwas Milch und Kondensmilch! Wunderbar magenschonend, kräftigend und herzhaft ist übrigens der beliebte „congee“ – ein Reis-Porridge, den es hier an jeder Ecke gibt.

Unser erstes Gericht, das wir in Hongkong gegessen haben, ist für uns bisher immer noch eines der besten: „won ton“ – gedämpfte Garnelen-Dumplings in einer milden Nudelsuppe. Nach 4 Monaten Asien können wir solche Suppen einfach zu jeder Tages- und Nachtzeit essen.

Wenn es um Nachspeisen geht, solltet ihr auf keinen Fall die berühmten Eier-Waffeln „gai daan zai“ bzw. „eggettes“ verpassen (siehe Titelbild). Die Eiertörtchen, die uns stark an die „Pasteis de nata“ erinnerten, fanden wir allerdings in seiner portugiesischen Variante in Lissabon besser ;-). Ebenso wenig überzeugt hat uns „tofu fa“ – eine typische Süßspeise, die oft auch Tofu- oder Sojapudding genannt wird.

Nichtsdestotrotz:

„If you like to eat, Hongkong is the place to be“

Dieser Satz stand ganz oben auf unserer Essens-To-Do-List vom „The Mahjong Hostel“. Dem können wir nun getrost zustimmen!

Share this Story

Weitere Geschichten

Hinterlasse eine Nachricht

Deine E-Mailadressse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert *


*