Wilberths und Maylings (kulinarische) Tipps für León*

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Vor kurzem durften wir einen ganz besonderen kulinarischen Tag mit Loro Trips in Nicaragua verbringen. Dabei lernten wir Wilberth und Mayling kennen. Die beiden leben in León und haben uns die besten Tipps für eine (kulinarische) Reise in ihre Heimatstadt verraten. Wir haben Sie für euch zusammengefasst!

1. Kauft eure Lebensmittel am lokalen Markt ein

Aus Gewohnheit und Bequemlichkeit tendieren wir als Europäer ja dazu, unsere Lebensmittel mal schnell im Supermarkt einzukaufen. Der tägliche Marktbesuch zu früher Stunde gehört für die Hausfrau in Nicaragua aber dazu. Denn Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch sind laut Wilberth hier nicht nur frischer, sondern auch viel, viel günstiger. Das Feilschen um den besten Preis und das Plaudern am Markt sind ein sozialer Fixpunkt. Die Betonung liegt übrigens nicht unabsichtlich auf „Hausfrau“. Laut Wilberth bekommen Männer auch schlechtere Preise am Markt. Der Grund dafür dürfte allerdings daran liegen, dass die Männer offensichtlich nicht über den aktuellen Preis am Laufenden sind. Wir übrigens auch nicht. So haben wir gleich mal eine 100% teurere Avocado ersteigert und am Lächeln der Marktverkäuferin gesehen, dass wir etwas zu spendabel waren 😉

2. León ist bekannt für seine Suppen

„Ihr esst heiße Suppen bei 32 Grad? Ihr spinnt ja!“, hören die Bewohner von León oft von Bekannten. In León gibt’s anscheinend die besten Suppen des Landes. Dank Wil hatten wir eine ausgezeichnete Bohnensuppe im „Comedor La Cucaracha“. Seine Lieblingssuppe, die „Sopa de Queso“, ist eine sehr reichhaltige Käsesuppe, die traditionell an den Freitagen in der Fastenzeit auf den Tisch kommt. Besonders lecker findet er auch eine Suppe mit „res y grama“ (eine Rindssupe mit Gras bzw. Heu – ja, davon gibt’s auch Erfrischungsgetränke).

3. Kostet Maylings liebste Nica-Gerichte

Auch Mayling hat ihre nicaraguanischen Leibspeisen: „Sopa de gallina con albondigas“ und „Baho“. Während es sich beim ersten Gericht wieder um eine Suppe handelt (Hühnersuppe mit Fleischbällchen) ist „Baho“ ein typisches Gericht, das man vor allem am Markt findet. Dabei werden Rindfleisch, Yuca, Kochbananen und weitere Zutaten im Bananenblatt und in einem riesigen Topf über kochendem Wasser gedämpft. Das Resultat sieht ein bisschen ungewohnt aus, schmeckt aber lecker.

4. Probiert die berühmten Quesillos

Quesillos gibt’s in Nicaragua an jeder Ecke. Die aufgerollten Mais-Tortillas sind mit Käse, Zwiebeln, Rahm und Chili gefüllt. Wils Tipp: „Am besten ihr probiert die Quesillos am Vormittag, denn sie sind ganz schön ausgiebig!“ Der Ort Nagarote sei übrigens berühmt für seine Quesillos. Wir haben’s leider noch nicht probiert. Für León haben Chris und Marie von Worldonabudget übrigens einen Geheimtipp.

5. Am Wochenende gibt’s Nacatamales

Wenn ihr Lust auf einen schnellen Snack am Wochenende habt, macht euch auf den Weg zum Markt in Sutiava. Hier gibt’s – vor allem am Freitag Abend und Samstag Morgen – die typischen Nacatamales. Die nicaraguanischen Tamales bestehen aus einer Maismasse gefüllt mit Fleisch, Tomaten, Reis, Zwiebeln, Kartoffeln und Minze und werden im Bananenblatt eingewickelt und gedämpft. Ein leckerer Pinolillo oder Kakao dazu und der Nica-Snack ist perfekt.

6. Zur Obstsaison nach Nicaragua

Früchte-Liebhaber aufgepasst: Die perfekte Reisezeit nach Nicaragua ist für euch im April und März. Denn hier hat Wil zufolge das meiste Obst Saison und man kann sich nach Herzenslust durchkosten. Vor allem die Osterzeit ist übrigens perfekt für eine Nicaragua-Reise, denn die vielen Prozessionen und Feierlichkeiten hier sind ein Must-See.

7. Besucht León zur „Gritería“

Ein nicht ganz so kulinarischer Tipp am Rande: Am 7. Dezember geht es in León heiß her. Zu Ehren des Feiertages Maria Empfängnis finden zahlreiche Traditionen statt. Am Abend öffnen private Haushalte ihre Tore, überall sind wunderschöne Marien-Altäre aufgestellt und jeder schreit mit zwei Sätzen um sich: „¿Quien causa tanta alegría?“ (Wer sorgt für viel Freude?) und „¡La Concepción de María!“ (Die Empfängis von Maria). Ein paar Leute werden hereingebeten und gemeinsam wird gesungen. Der Rest bekommt Süßigkeiten, Stifte, Plastikschüsseln, Bälle uvm. geschenkt. Wil meinte zu uns: „An dem Tag nehmt ihr besser euren Rucksack mit! In León wird dann wirklich alles verschenkt!“ Nach unserer ersten Gritería können wir dies nur bestätigen, auch wenn wir uns selbst keine Süßigkeiten abgeholt haben 😉 Der Ansturm ist allerdings groß und die Freude und der Tumult zur Gritería bilden eine ganz besondere Atmosphäre.

Über LoroTrips

Das Salzburger Unternehmen Loro Trips organisiert Nicaragua Rundreisen für Gruppen und Individualreisende. Der Fokus des Unternehmens liegt auf Homestays, Sprachaufenthalten, Volunteer-Reisen, Themenreisen und universitären Exkursionen. Im Loro Trips Büro in León steht Wilberth Medrano Berrios auch direkt vor Ort für Auskünfte, Service und Buchungen zur Verfügung.

*Dieser Artikel ist in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Loro Trips entstanden!

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2 Comments

  1. Sabine Bauer-Wolf

    22. August 2017 at 2:35

    markt, la cucaracha (sopa de frijoles und gegrilltes rinderherz, mhhhh!), indio viejo in einem wilden, finsteren comedor, nakatamales & vigoron (in granada), quesilla, alle möglichen frescos inklusive kakao mit strohhalm aus dem plastiksackerl, sopa de gallina con albondigas – DONE

    so witzig, einen großteil davon haben wir selbst entdeckt, dann ist mir euer post wieder eingefallen und danach haben wir uns noch schnell auf die suche nach la cucaracha und indio viejo gemacht :-)

    lg aus las peñitas!

    Reply

    • Florian

      Florian

      22. August 2017 at 5:09

      Ohh, das freut uns sehr, dass ihr euch da durchprobiert habt. Wie gern wären wir jetzt bei euch :)!!! Hasta muy pronto, Flo und Michi

      Reply

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