Bangkok: ein Annäherungsversuch an eine Stadt der Gegensätze

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3 Langstreckenflüge, fast 24 Stunden Reisezeit, 32 Grad am Abend, unser erstes Mal in Südostasien, müde, Hunger, Überwältigung: Das alles ging mir am Montag kreuz und quer durch den Kopf, während ich etwas verwirrt auf dem Randstein sitze.

Irgendwie bin ich überfordert. Ist es der Wetterumschwung, ein kleiner Kulturschock oder einfach nur die Erkenntnis darüber, dass unsere Weltreise nun wirklich begonnen hat? Keine Ahnung. Ich bin überrascht – über die unglaubliche Ordnung, die die Stadt trotz ihrer Größe an den Tag legt. Über die zahlreichen Gegensätze, die die Metropole miteinander vereint: Da gibt’s den KFC und Tesco neben den klassischem Streetfood, den hypermodernen Skytrain neben guten alten Bussen, die Ballermann-Stimmung auf der Khao-San Road neben Vierteln, in denen wir wohnen, wo man als „Farang“ noch ziemlich auffällt.

London, Christmas tree & Rudolph

Und bei all den Eindrücken, die da auf mich einprasseln, verwirrt mich vor allem eines: Was zum Geier macht der Big Ben eigentlich hier? Absurder kann man sich die Kulisse gar nicht vorstellen. Mitten in unseren Reflexionen über Tag 1 unserer Weltreise und den Diskussionen darüber, ob und wo wir denn nun was essen (so ganz geheuer sind uns die Straßenstände zu dem Zeitpunkt ehrlicherweise noch nicht), blicken wir auf den wunderschön beleuchteten Big Ben und einen blinkenden Christbaum mit einen Rentierschlitten. Tja, an dieser Stelle müssen wir dann doch wieder grinsen, geben uns einen Ruck und suchen uns ein Platzerl in einem Streetfood-Lokal.

Ein Pad Thai und schon sieht die Welt anders aus …

Zumindest auf unser Bauchgefühl konnten wir uns noch verlassen. Seit unserer Ankunft waren wir nun schon einige Male in dem selben Streetfood-Lokal bei uns im Lokal. Die Betreiberin spricht sogar ein wenig Englisch, erklärt uns das wichtigste über die thailändische Küche und tischt uns gleich am ersten Abend ein leckeres Pad Thai auf. Hmmmm … Ein Chang-Bier dazu und wir sind zufrieden. Was wir daraus gelernt haben? Gutes Essen macht einfach glücklich! Und: Manchmal muss man sich einfach mal über etwas drüber trauen!

Hier noch ein paar unserer ersten Erkenntnisse aus der Kategorie „Nützliches und unnützes Wissen über Bangkok“ 😉 Die Hintergründe mancher Dinge müssen wir erst recherchieren:

  • Statt „Wie geht es dir?“ sagt man in Thailand „Hast du schon gegessen?“. Eine berechtigte Frage, wie ich finde.
  • In Thailand isst man mit Löffel und Gabel. Die Gabel dient dabei nur dazu, das Essen auf den Löffel zu schieben.
  • Die thailändischen Naturgeister lieben offensichtlich das rote Fanta. In jedem Geisterhaus findet man als Opfergabe ein paar Fläschchen von der Limonade – bereits geöffnet und mit einem Strohhalm drinnen. Diese Geisterhäuschen errichtet man übrigens deshalb, um den Geistern, die zuvor auf dem Grundstück des Wohnhauses (aber auch Firmengebäude, etc.) eine Ersatz-Heimat zu geben. Und damit sich’s die Geister nicht anders überlegen und doch ins Haus hinein huschen, muss man das Häuschen eben so attraktiv wie möglich gestalten. Wir haben das rote Fanta übrigens gekostet. Ich würde deshalb nicht im Häuschen bleiben … 😉
  • Wenn der Mann zahlt, bekommt die Frau das Wechselgeld zurück. Ganz komisch, zumindest ist es bei Flo und mir so. Kann uns das irgendwer erklären?
  • Ob beim Ticketverkauf im Skytrain, beim Warten auf das Moped-Taxi oder vorm WC: Wie automatisch bilden die Thais immer geordnete Schlangen – ganz ohne Rempeln und Vordrängen. Daran könnten wir uns gewöhnen!
  • Hier in Bangkok ist man verrückt nach London und England. Viele Shoppingcenter sind z.B. in dem Stil errichtet.
  • Man gibt kein Trinkgeld bei Straßenständen. Unsere 20 Baht haben für große Verwunderung gesorgt.
  • Wer mit dem Taxi fährt, sollte nicht nach einem Fixpreis fragen. Dieser ist in der Regel teurer, als wenn man mit dem Taxameter fährt. Viele Taxifahrer verweigern lange Fahrten von der Stadt raus in die Außenbezirke. Wir mussten ziemlich herumfragen, bis wir jemanden gefunden haben, der uns zur Rush Hour zurück in unsere Unterkunft brachte. Seitdem fahren wir nur noch mit Öffis.
  • Busfahren ist nicht ganz einfach, aber machbar. Nützlich dafür wäre Google Maps und eine thailändische Simkarte. Die Haltestellen sind nämlich leider mit thailändischen Schriftzeichen beschriftet, was uns nicht sonderlich viel nützt ;-).
  • Wir vermeiden Fragen, die mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten sind. Denn eigentlich bekommen wir immer ein „Ja“ als Antwort. Statt „Does this Thai word mean „Sukhumvit“?“ (Antwort: Yeeees!) fragen wir nun lieber „What does this word mean?“ (Antwort: „Thong Lo“)
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8 Comments

  1. Carina Viehauser

    19. Januar 2016 at 13:33

    ?? Viel Spaß weiterhin! ?

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    • Florian

      Florian

      19. Januar 2016 at 14:55

      Danke!

      Reply

  2. Trixi Viehauser

    19. Januar 2016 at 13:33

    Des host guat gschriebn 😉

    Reply

    • Florian

      Florian

      19. Januar 2016 at 14:54

      Danke Schwesterherz!!

      LG

      Reply

  3. Barbara Suntinger

    10. Februar 2016 at 21:32

    Hab bei weitem noch nicht alles gelesen, aber was ich gesehen habe: Alle Achtung!
    Weiter gute u. erfolgreiche Reise u. liebe Grüße aus der Heimat!
    Bärbl

    Reply

    • Michaela

      Michaela

      24. Februar 2016 at 10:32

      Vielen Dank! Freut uns, wenn ihr öfters mal vorbei schaut! Lg nach Döllach

      Reply

  4. Arnold

    24. Februar 2016 at 9:19

    Beneidenswert!!! Noch eine schöne Reise
    Arnold

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