(Thailändisch) Kochen kann jeder!

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Pünktlich um 8:20 in der Früh starten wir mit dem Minibus los. Heute wird den ganzen Tag gekocht und Michi ist schon aufgeregt, weil sie sich schon seit unserer Weltreiseplanung auf den Kochkurs in Chiang Mai freut! Ich bin auch schon gespannt und hab mir als Vorbereitung schon mal ein paar Gerichte, die ich gerne kochen würde, auf der Website http://www.thaifarmcooking.net angesehen. Aber eher solche, die für mich machbar erscheinen.

Erste Station: Food Market

Was sofort auffällt: Hier sind Profis am Werk. Alles ist perfekt durchgeplant, sowohl die Zutatenverwendung, Gerichte zum Ankreuzen für das heutige Kochen, als auch das Zeitmanagement für die einzelnen Abschnitte zum Tag. Am Markt bekommen wir eine grundsätzliche Einführung zu den wichtigsten Zutaten für den heutigen Tag, insbesondere die Currypaste, die wir in rot, grün und gelb selber herstellen werden, wird uns genau erklärt. Eine rote Currypaste enthält beispielsweise folgende Zutaten und ist in Windeseile „zusammen-gemörsert“:

  • 2 bis 3 rote getrocknete, gehackte Chilis (→ zuerst ca. 20 Minuten in Wasser einlegen)
  • 2 scharfe grüne Chilis
  • 1 Teelöffel gehackte Schalotten
  • 1 Teelöffel gehackten Galgant
  • ½ Esslöffel Kaffir-Limettenblätter
  • 1 Teelöffel gehackten Knoblauch
  • 1 Esslöffel gehackten Zitronengras
  • 1 Esslöffel Ginseng („Thai Ginseng“)
  • ¼ Teelöffel geröstete Kreuzkümmelsamen
  • ¼ Teelöffel geröstete Koriandersamen
  • ¼ Teelöffel Salz

Entdeckungsreise am Bauernhof

Auf der Farm, die sich etwas außerhalb von der Stadt befindet, werden wir zunächst ordnungsgemäß eingekleidet. Rote Kochschürzen, ein kleines grünes Handtuch zum Abtrocknen und einen riesengroßen Sonnenhut. :) Bevor es an den eigenen Kochstationen losgeht, gibt es zunächst noch eine Pflanzen- und Gemüseeinführung auf der Farm. Hier wächst auch ein Großteil jener Dinge, die wir heute beim Kochen verwenden. Wir kosten frischgewachsenen Ingwer, Tamarinde, süße und saure Auberginen („Eggplants“), scharfes und süßes Basilikum, Chilis und vieles mehr. Mit einer vollen Hand an Gemüse geht es nun an die Kochstationen. Jeder kann sich nun eine Paste, ein Curry, eine Suppe, etwas Gebratenes, ein Nudelgericht und ein süßes Dessert aussuchen!

Die Überraschung: Einfach und köstlich!

Zu meinem Erstaunen geht alles gut von der Hand. Unsere Kochlehrerin erklärt jeden einzelnen Schritt und bei schwierigen Stellen wirft sie selbst den Herd an und zeigt, worauf man achten muss. Was auffällt: Einige Gerichte unterscheiden sich nur im Detail, gerade bei den Currys sind die Zutaten ähnlich und unterscheiden sich nur durch die Currypaste. Auch die bekannte „Tom Yam Suppe“ mit Garnelen unterscheidet sich von der Kokosmilchsuppe mit Hühnchen nur durch die Kokosmilch selbst! Trotzdem schmeckt beides fantastisch und ganz verschieden! Mein heutiges ausgewähltes Kochprogramm setzt sich aus roter Currypaste, rotes Curry mit Hühnchen, Kokosmilchsuppe mit Hühnchen, Hühnchen mit Cashew-Nüssen, Frühlingsrollen und Bananen in Kokosmilch als Dessert zusammen. Der Tag vergeht wirklich schnell und dazwischen wird eifrig gekostet und gegessen. Zu guter Letzt gibt es für alle TeilnehmerInnen noch ein Kochbuch, wo alle Gerichte zum Nachkochen abgebildet sind.

Ein kleines Rezept zum Nachkochen: Pad Thai

Lecker, schnell und einer der Klassiker der Thaiküche: das ist Pad Thai. Dass die Zubereitung allerdings nicht länger als ein paar Minuten benötigt, hat uns schon überrascht. Hier das Originalrezept für euch – natürlich auf Deutsch ;-):

Zutaten:

  • 80 Gramm breite Reisnudeln (sehen ein wenig aus wie Linguine)
  • 1/3 Becher Karotten, gerieben
  • ½ Becher Bohnensprossen
  • 1/3 Becher Hühnerfleisch, Schweinefleisch oder Tofu, in kleinere Stücke geschnitten
  • 1 Ei
  • 2 Esslöffel Nüsse, geröstet und zerkleinert
  • 2 Teelöffel Tamarindenpaste oder 1 ½ Teelöffel weißen Essig
  • 1 ½ Teelöffel Palmzucker oder braunen Zucker
  • 1  Esslöffel Fischsauce
  • 1 Teelöffel Frühlingszwiebeln
  • 1 Prise Chilipulver
  • 2 Esslöffel Öl
  • 1 Prise Salz
  • 1/3 Becher Wasser
  • 1 Teelöffel Melasse (ein honigartiger, dunkelbrauner Zuckersirup)
  • 1 Limette
  • 2 Schalotten, gehackt

Und so geht’s:

Für die Sauce Wasser in eine kleine Schüssel geben, Tamarindenpaste, Palmzucker, Fischsauce, Molasse und Chilipulver hinzufügen und gut miteinander vermischen.

Öl im Wok erhitzen und Fleisch oder Tofu, Schalotten, sowie eine Prise Salz bei niedriger Temperatur anrösten. Wenn das alles schön knusprig ist, alles auf eine Seite des Woks schieben. Das Ei im Wok verquirlen (wie bei einer Eierspeise) und mit dem Tofu verrühren. Das Ganze wieder auf eine Seite des Woks schieben. Dann die (noch rohen) Nudeln und die Sauce hinzufügen. Solange braten, bis die Nudeln weich sind. Dann das Gemüse hinzufügen und alles miteinander vermischen. Mit den gerösteten Erdnüssen und einem Stück Limette servieren.

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